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Upgrade Tools OPplus

Dieses Dokument beschreibt Ihnen, wie Sie Upgrades innerhalb von OPplus durchführen können.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem reinen Datenupgrade innerhalb der OPplus Versionen (z.B. durch die Verwendung neuer Felder im Standard) und dem Upgrade von OPplus C/AL auf die AL Extension Version. Hierbei müssen vorher bestehende Daten aus den "alten Objekten" in die neue Struktur transferiert werden.

Erläuterung der in diesem Handbuch verwendeten Symbole

Warnung Warnung – Mit diesem Symbol werden Informationen versehen, die unbedingt zu beachten sind, um Fehler bei der Anwendung zu vermeiden.

Tipp Tipp – Mit diesem Symbol sind Passagen gekennzeichnet, welche dem Anwender helfen sollen, die Funktionalität in der Praxis korrekt einzusetzen.

Info Information – Mit diesem Symbol werden Passagen gekennzeichnet, welche zusätzlichen wichtigen Informationen enthalten, die bei der Anwendung zu beachten sind.

Erinnerung Erinnerung – Erinnert an bereits genannte wichtige Informationen oder Prozesse, die beim Einsatz von OPplus zu optimierten Ergebnissen verhelfen.

Upgrade Tool

In OPplus ist es in den verschiedenen Versionen immer wieder notwendig gewesen, dass Daten über ein Upgrade Tool verarbeitet werden mussten. Dies passierte meistens dann, wenn es im Microsoft Standard von Navision bzw. Business Central neue Felder gab, die die Aufgabe vorhandener OPplus Felder übernommen haben oder innerhalb von OPplus Felder und Funktionen ausgelagert worden sind. Die OPplus Funktionalität wurde dann entfernt und vorhandene OPplus Einrichtungen in die Standardlogiken integriert, damit der Anwender keine Änderungen im Ablauf oder der Funktionalität hatte oder neue Einrichtungen durchführen muss.

Auf Grund der Breite an verschiedenen Versionen, die aktuell im Einsatz sind, kann es bei einem großen Upgrade (z.B. von NAV 2013 auf Business Central) diverse Upgrade-Schritte geben. Um diese Upgrade für Partner deutlich zu vereinfachen, haben wir in OPplus ein neues Upgrade Tool integriert.

Info Wenn Sie alte Versionen einsetzen, können Sie die Upgrade Objekte für Ihre Version gern direkt über support@gbedv.de anfragen.

Die Logik des Upgrade Tools ist dabei so, dass zunächst in der Quelldatenbank sämtliche OPplus Werte in einer einzigen großen Tabelle gesichert werden. Danach spielt OPplus in den Upgrades zunächst keine weitere Rolle mehr. Erst am Ende in der Zielversion wird der zweite Bericht ausgeführt, der die Daten aus der Tabelle wieder in die korrekten Tabellen und Felder verteilt und gleichzeitig eventuell notwendige Umstellungen durchführt.

Upgrade-Ablauf Step 1 und Step 2 als Grafik

Diese Grafik veranschaulicht Ihnen die Verarbeitung der Daten innerhalb des Upgrade Prozesses mit den Berichten "Step 1" und "Step 2".

Upgrade mit Step 1 und Step 2

Beschreibung Bericht "Step 1"

Den Bericht "Step 1" rufen Sie in der Quelldatenbank auf. Wenn Sie bereits eine OPplus Version einsetzen, die die Funktionalität "Objekt starten" enthält, können Sie diese verwenden. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie den Bericht aus der Entwicklungsumgebung heraus aufrufen. In diesem Screenshot wird das Starten über die Seite "Objekt Starten" in einer NAV 2018 Datenbank veranschaulicht.

Aufruf Upgrade Step 1 aus Objekt starten

Dies zeigt den Bericht in der Entwicklungsumbung.

Aufruf Upgrade Step 1 aus DEV

Wenn Sie den Bericht starten, haben Sie folgende Optionen zur Auswahl:

  • Nur aktueller Mandant
  • Feldwerte löschen
  • Export Art
  • Speichern in SQL Tabelle
  • SQL Server+Instance (wird vom System ermittelt und vorgegegebn)
  • SQL Datenbank (wird vom System ermittelt und vorgegegebn)
  • NT Authentifizierung
  • Benutzername
  • Passwort

Tipp Wenn Sie ein Upgrade von einer C/AL auf eine AL Version durchführen, dann müssen Sie zwingend die Export Art Option "SQL" mit der Option "Speichern in SQL Tabelle" verwenden. Ansonsten können die Daten nicht automatisch in die AL Version übernommen werden! Dabei wird eine separate Tabelle auf dem SQL Server erzeugt, die mit NAV / BC nichts zu tun hat und die Daten enthält. So kann mit C/AL, sowie AL auf diese Tabelle zugegriffen werden.

Info Dies ist bei einer Bearbeitung über C/AL nicht notwendig. Das Ergebnis ist in beiden Fällen identisch. Sie müssen jedoch auf jeden Fall die SQL Anmeldungen angeben, da hierüber direkt per SQL bestimmte Abfragen stattfinden, selbst, wenn die grundsätzliche Verarbeitung über C/AL läuft.

Warnung Eine Rollback Funktion bei einem ggf. auftretenden Fehler ist nur bei der C/AL Variante enthalten.

Optionen in Step 1

Warnung Eine Rollback Funktion bei einem ggf. auftretenden Fehler ist nur bei der C/AL Variante enthalten.

Wenn Sie die Option "Nur aktueller Mandant" auswählen, so werden alle OPplus Feldinhalte aus dem aktuellen Mandanten in die Sicherungstabelle geschrieben. Außerdem werden die mandantenübergreifenden Werte evenfalls in die Tabelle geschrieben. Ist der Haken nicht gesetzt, so werden sämtliche Mandanten innerhalb der Datenbank analysiert und in die Sicherungstabelle geschrieben. Dieser Vorgang kann je nach Datenbankgröße eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Wenn Sie die Option "Feldwerte löschen" auswählen, so werden sämtliche OPplus Inhalte aus den Originalen Tabellen gelöscht. Die Werte stehen dann ausschließlich in der Sicherungstabelle zur Verfügung. Dies ist sinnvoll, wenn Sie die tatsächliche Umstellung durchführen. Wenn Sie zwischenzeitlich Tests durchführen, kann diese Option vernachlässigt werden.

Warnung Der Bericht steht Ihnen in allen NAV Versionen bis einschließlich NAV 2013 grundsätzlich zur Verfügung.

Beim Start des Berichtes erhalten Sie noch folgende Sicherheitsabfrage:

Sicherheitsabfrage Step 1

Diese hat den Hintergrund, dass die Sicherungstabelle für den aktuellen Mandanten geleert wird, bevor die Sicherung stattfindet.

Tipp Sollte also ggf. die Sicherung einmal stattgefunden haben und Feldwerte gelöscht worden sein, können die Daten nicht wiederhergestellt werden.

Es werden nun sämtliche Daten verarbeitet. Ein Fenster zeigt Ihnen den aktuellen Status an.

Sicherung der Daten

Nach Abschluss der Sicherung erhalten Sie eine Hinweismeldung.

Sicherung abgeschlossen

Die Daten stehen nun in der Tabelle zur Verfügung, wie hier zu sehen.

Auszug der Sicherungs-Tabelle

Tipp Sie können nun mit dem Upgrade auf die Ziel Version von Navision bzw. Business Central fortfahren und können dabei OPplus komplett außer Acht lassen!

Warnung Erst nachdem das Upgrade abgeschlossen ist und sämtliche Upgrade-Schritte über die verschiedenen Versionen stattgefunden haben, können Sie mit dem Abschluss des OPplus Datenupgrades starten. Die Daten stehen während des gesamten Standard-Prozesses unverändert in der Sicherungstabelle zur Verfügung.

Beschreibung Bericht "Step 2"

Sofern das Upgrade auf die Zielversion durchgeführt worden ist und die aktuellste OPplus Version in der Zieldatenbank ebenfalls integriert worden ist, so kann der Bericht "Step 2" ausgeführt werden.

In den neuesten Versionen ist die Funktionalität "Starte Objekt" enthalten, weshalb Sie den Bericht am besten von hier aus aufrufen:

Objekt starten Step 2

Wenn Sie den Bericht starten, haben Sie folgende Option zur Auswahl:

  • Sicherungstabelle löschen
  • Import Art
  • Zurücklesen aus SQL Tabelle
  • SQL Server+Instance (wird vom System ermittelt und vorgegegebn)
  • SQL Datenbank (wird vom System ermittelt und vorgegegebn)
  • NT Authentifizierung
  • Benutzername
  • Passwort

Tipp Wenn Sie ein Upgrade von einer C/AL auf eine AL Version durchführen, dann müssen Sie zwingend die Import Art Option "SQL" mit der Option "zurücklesen aus SQL Tabelle" verwenden. Dafür muss der Export entsprechend auch so erfolgt sein. Ansonsten können die Daten nicht automatisch in die AL Version übernommen werden! Dabei wird eine separate Tabelle auf dem SQL Server erzeugt, die mit NAV / BC nichts zu tun hat und die Daten enthält. So kann mit C/AL, sowie AL auf diese Tabelle zugegriffen werden.

Info Dies ist bei einer Bearbeitung über C/AL nicht notwendig. Das Ergebnis ist in beiden Fällen identisch. Sie müssen jedoch auf jeden Fall die SQL Anmeldungen angeben, da hierüber direkt per SQL bestimmte Abfragen stattfinden, selbst, wenn die grundsätzliche Verarbeitung über C/AL läuft.

Optionen Step 2

Wenn Sie den Haken "Sicherungstabelle löschen" wählen, werden sämtliche Daten, die in der Sicherung vorhanden sind, gelöscht. Die Daten stehen dann wieder ausschließlich in den Originaltabellen zur Verfügung.

Tipp Sollten Sie bspw. einen Testlauf durchführen und wollen die wiederhergestellten Daten noch einmal überprüfen, so bietet es sich an die Daten zunächst zu erhalten. Das Löschen der Tabelle bzw. dessen Inhaltes kann jederzeit auch nachträglich durchgeführt werden. Der Vorteil wäre, dass man bei einem eventuellen Fehler jederzeit noch Zugriff auf die Altdaten des Systems hat.

Die Daten können Sie ebenfalls über "Objekt starten" einsehen. Dafür müssen Sie die Tabelle 5157997 auswählen und das Objekt starten:

Aufruf Sicherungstabelle

Wie auch im Bericht für Step 1, wird erneut eine Sicherheitsbestätigung geöffnet:

Bestätigung Ausführung Step 2

Da die Daten fest in die Tabellen geschrieben werden und je nach Einrichtung auch aus der Sicherungstabelle gelöscht werden, kann dieser Schritt nicht rückgängig gemacht werden.

Zur Laufzeit erhalten Sie Infos über den Stand der Wiederherstellung der Daten:

Wiederherstellung der Daten

Am Ende der Rücksicherung erhalten Sie ebenfalls eine Information:

Fertigstellung Step 2

Die Daten sind dann vollständig zurückgelesen und, wenn notwendig, aktualisiert worden, sodass der Datenstand zwischen Beginn des Upgrades und Ende des Upgrades wieder identisch ist.

Warnung Nachdem Sie ein Upgrade durchgeführt haben, sollten Sie die Funktion "Zlg. Importschnittstellen registrieren" aufrufen. Diese finden Sie in "Objekt starten". Dieser Bericht versorgt die Tabelle "Reg. Zlg. Importschnittstellen" mit den der Version notwendigen Feldern, die ggf. vorher nicht existierten.

Aufruf Schnittstelle registrieren

Info Das Upgrade ist damit vollständig abgeschlossen.

C/AL 2 AL Upgrade OnPrem / Verknüpftes Upgrade

Mit dem Upgrade Tool ist es einfach möglich Upgrades der OPplus Version, aber auch Upgrades der Entwicklungstechnik (C/AL Objekte / AL Extensions) durchzuführen.

Das ermöglicht Ihnen ein einfaches Upgrade von OPplus in die Extension Umgebung. Dafür sind lediglich die Optionen "Speichern in SQL Tabelle" und "Zurücklesen aus SQL Tabelle" in den jeweiligen Reports Step 1 und Step 2 zu verwenden. Dabei wird auf dem SQL Server eine separate Upgrade Tabelle gebildet, die dann aus C/AL und AL gelesen werden kann.

Tipp Dieser Weg ist nur notwendig, sofern Sie eine alte OPplus Version haben, die direkt auf eine AL Version hochgezogen werden soll. Innerhalb der gleichen Entwicklungstechnik (C/AL / AL) ist dies nicht notwendig.

C/AL 2 AL Upgrade SaaS

Für Kunden die von einer OnPrem Installation in eine SaaS Installation wechseln möchten, ist eine Umstellung ebenfalls mit dem bereits genannten Upgrade Tool möglich. Außerdem bietet hier Microsoft selbst entsprechende Tools an, die verwendet werden können.

Variante 1: Nutzung des Microsoft Upgrade Tools (bei größeren Datenbanken)

Wenn Sie das Standard Microsoft Migrationstool verwenden wollen, können Sie die notwendigen Informationen auf Microsoft Docs finden. Den Artikel mit verlinkten Folgeartikeln finden Sie hier.

Info Bei einem Upgrade mit dem Microsoft Tool ist zu beachten, dass das Schema identisch sein muss. Es ist somit erforderlich, dass in der OnPrem Datenbank das gleiche Datenbankschema vorhanden ist, wie in der SaaS Umgebung. Es ist also zwingend erforderlich,dass auch in der OnPrem Datenbank bereits die Extension Version von OPplus installiert ist!

Da OPplus für die OnPrem Version und SaaS Version unterschiedliche GUIDs verwendet, ist das Datenbankschema nicht automatisch identisch. Es ist somit notwendig, dass ein Upgrade Tool verwendet wird.

Dafür bieten wir Ihnen für OnPrem einen Bericht "Step 1" (Report 71500) und für SaaS einen Bericht "Step 2" an, den sie jeweils als Extension / Per Tenant Extension installieren können. Dieses Upgrade Tool beinhaltet entsprechend auch eine Zwischentabelle.

Führen Sie, wie oben bereits beschrieben, den Step 1 Bericht in der Quelldatenbank inkl. der OPplus OnPrem Extension aus. Die Daten werden nun in die Zwischentabelle (Table 71500) gesichert.

Wenn Sie die Upgrade Extension in Ihrer SaaS Version installiert haben, können Sie nun das Microsoft Standard Upgrade Tool nutzen. Die Werte stehen Ihnen nun im SaaS Bereich in der Sicherungstabelle komplett zur Verfügung.

Im letzten Schritt müssen Sie den "Step 2" (Report 71501) Bericht in der SaaS Version ausführen. Die Daten werden in die neuen OPplus Felder zurückgelesen und die Umstellung ist beendet. Sie können die Upgrade Extension nun entsprechend auch wieder entfernen.

Variante 2: OPplus Upgrade Tool mit Azure Blob Storage (bei kleinen Datenbanken)

Sollten Sie das OPplus Upgrade Tool für die Umstellung von OnPrem auf SaaS verwenden wollen, so bieten wir auch hier eine Möglichkeit für Sie an. Sie können dazu den gleichen Bericht verwenden, der bereits oben beschrieben worden ist.

Eine Umstellung ohne Blog Storage ist jedoch auch bei kleineren Daten problemlos möglich und grundsätzlich performanter.

Der Aufruf findet zunächst wieder im OnPrem Bereich über "Objekt starten" statt.

Objekt starten C/AL 2 AL

Sie können den Export aus der Quelldatenbank, wie oben beschrieben, durchführen. Die Daten werden dann auf der Festplatte abgelegt.

Anschließend muss ein Upload in ein Azure Blob Storage vornehmen. Dies ist auf verschiedene Weisen möglich. Sie können auf unserer Hilfeseite im Bereich "Handbuch Einrichtung Verzeichnisimport Azure" die Aktivierung und Integration eines Azures Blob Storages einsehen.

Sie können die Dateien im Azure Blob Storage manuell in einen Container hochladen:

Upload in Container

Anschließend kann der Bericht zum Import der Daten wieder über "Objekt starten" aufgerufen werden. Alternativ suchen Sie in Business Central nach "Objekt zu Extension Konvertierungstool":

Umstellungstool in der Suche

Wenn Sie den Bericht in der SaaS Umgebung starten, erhalten Sie folgende Ansicht und müssen die entsprechenden Werte ausfüllen:

  • Storage Account Name
  • Storage Verzeichnis Name
  • Storage Zugangsschlüssel

Optionen im SaaS

Diese Felder sind zwingend zu füllen, damit der Import funktionieren kann. Diese finden Sie in Ihrem Azure Portal für das Speicherkonto:

Zugriffsdaten Speicherkonto

Anschließend müssen Sie nur noch den Namen des Containers eintragen, in dem die Dateien liegen:

Containername

Der Import wird dann entsprechend durchgeführt und die Dateien nacheinander eingelesen und verarbeitet. Auch hier erhalten Sie wieder enstprechende Informationen über die Verarbeitungsschritte im Import.

Import der Daten

Die Übernahme der Daten in die Cloud Umgebung ist damit abgeschlossen.

Erinnerung Hier ist es zwingend von Nöten, dass die Datenbasis zwischen Quelldatenbank und Zieldatenbank identisch ist und auch die Mandantennamen 1:1 benannt sind. Der Anwender erhält sonst einen Fehler:

Falscher Mandantenname

Dies kann auftrten, wenn Sie bspw. vorher einen Datenexport aller Mandanten durchführen und diese nicht vollständig in der Zieldatenbank enthalten sind.

Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an support@gbedv.de